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Bankrecht

Das Bankrecht umfasst alle Gesetze und rechtlichen Bestimmungen, welche sich mit dem Aufgabengebiet und der Tätigkeit von Banken befassen. Da es kein einheitliches Bankgesetzbuch in Deutschland gibt, ist das Bankrecht in den Bestimmungen verschiedener Gesetze normiert - hauptsächlich im Bürgerlichen Gesetzbuch und im Handelsgesetzbuch. Das Bankrecht lässt sich dem öffentlichen und privaten Wirtschaftsrecht zuordnen.

Zum öffentlichen Bankrecht zählt die staatliche Aufsicht über das Kredit- und Finanzdienstleistungswesen. Rechtsgrundlagen des öffentlichen Bankrechts sind das Kreditwesengesetz (KWG), das Bundesbankgesetz (BbankG) das Hypothekenbankgesetz (HypBankG), das Bausparkassengesetz (BausparkG), das Gesetz über Kapitalanlagengesellschaften (KAGG) und das Ausgleichbankgesetz. Die staatliche Kontrolle wird durch das Bundesausichtsamt für das Kreditwesen im Rahmen von Regelungen über Eigenkapital, Liquidität, Anlagenbegrenzung und Depotprüfungen einer Bank ausgeübt.

In privater Hinsicht umfasst das Bankrecht die Beziehungen zwischen Bank und Kunde, d.h. die Bankgeschäfte sowie sämtliche Finanzdienstleistungen, die zwischen der Bank und ihren Kunden abgewickelt werden. Dazu zählen sämtliche Kreditsicherheiten, z.B. Bürgschaft, Garantie, Grundschuld und Hypothek. Dabei sind die Banken an eine gewerbsmäßige Abwicklung der Bankgeschäfte gebunden oder führen einen nach kaufmännischen Grundsätzen ausgerichteten Gewerbebetrieb.

Kapitalmarktrecht

Auf dem Kapitalmarkt werden langfristige Kredite (Anleihen) und Beteiligungen (Aktien, Anteile und Fonds) gehandelt.Aufgrund der Kombination aus Bankwesen und Rechtsverständnis kennen sich juristische Laien selten mit diesem Rechtsgebiet aus. Beim Kapitalmarktrecht handelt es sich um Recht rund um die Ausgabe und den Handel austauschbarer Finanzinstrumente. Erst seit jüngerer Zeit besteht das Kapitalmarktrecht als eigenes Rechtsgebiet. Die Finanzierung großer Unternehmen erfolgt überwiegend über den Kapitalmarkt, seltener unmittelbar bei Eigen- und Fremdkapitalgebern. Kapitalanlagegesellschaften bündeln Geld mehrerer Anleger (Anteilsinhaber) und investieren aus diesem Gesamtvermögen in den Kauf von Vermögenswerten, wie z.B. Grundstücke oder Wertpapiere. Durch die breite Investition in mehrere Anlagen soll das Risiko eines Vermögensverlusts verringert werden. Dabei gewährleistet das Kapitalmarktrecht die Funktionsfähigkeit des Kapitalmarkts und schützt den einzelnen Anleger vor unlauterem Verhalten einzelner Beteiligter.