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STRAFRECHT

Das allgemeine Strafrecht erfasst „alltägliche“ Delikte, die insbesondere im Strafgesetzbuch geregelt sind. Bedeutsam sind die Vermögensdelikte, zu denen der Diebstahl, der Raub und die Erpressung, die Begünstigung und Hehlerei und auch Betrug, Erschleichen von Leistungen und Untreue gehören. Häufige Delikte sind auch die Straftaten gegen Personen, wie beispielsweise die Körperverletzung, fahrlässige Tötung, Nötigung und Bedrohung. Nicht zu vergessen sind auch Delikte, wie die falsche uneidliche Aussage, Sachbeschädigung, Beleidigung, falsche Verdächtigung oder auch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Nach der Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens ist es grundsätzlich zu empfehlen, einen in der Strafverteidigung erfahrenen Rechtsanwalt – vorzugsweise einen Fachanwalt für Strafrecht – um Rat zu fragen. Auch in Fällen, die sich zunächst als Bagatelle darstellen, kann es ungünstige Wendungen geben, die zu empfindlichen Strafen führen können. Wird eine Geldstrafe von über 90 Tagessätzen ausgesprochen, ist bereits ein Eintrag im Führungszeugnis unvermeidlich.

Im Verkehrsbereich kann die Verhängung eines Fahrverbotes oder die Entziehung der Fahrerlaubnis schwerwiegende Konsequenzen – auch im beruflichen Bereich – zur Folge haben. Der Strafverteidiger ist grundsätzlich zu strikter Verschwiegenheit über alle Informationen, die er von seinen Mandanten bekommt, verpflichtet. Der Mandant kann also darauf vertrauen, dass jede Information, die er seinem Verteidiger mitteilt, streng vertraulich behandelt wird. Das Strafprozessrecht regelt ein gesetzlich angeordnetes Verfahren, in dem bestimmt wird, ob sich eine Person einer Straftat schuldig gemacht hat. Die Regelungen des Strafprozessrechts sind im Wesentlichen in der Strafprozessordnung (StPO) bestimmt. Das Strafprozessrecht dient somit der Umsetzung des Strafrechts.

ORDNUNGSWIDRIGKEITENRECHT

Eine nur geringfügige Verletzung von Rechtsregeln kann in Deutschland als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. In derartigen Fällen sieht der Gesetzgeber es als ausreichend an, auf leichte Rechtsverstöße nicht mit einer Strafe, sondern nur mit einem Bußgeld zu reagieren. Eine Ordnungswidrigkeit ist eine Gesetzesübertretung, für die als Ahndung lediglich eine Geldbuße vorgesehen ist. Dies ist im Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OwiG) geregelt. Viele Ordnungswidrigkeiten sind in Spezialgesetzen des Nebenstrafrechts geregelt. Die bedeutendste Gruppe von Ordnungswidrigkeiten ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Hier kann neben der Verhängung eines Bußgeldes auch ein Fahrverbot von maximal drei Monaten angeordnet werden. Bei nur geringfügigen Ordnungswidrigkeiten besteht die Möglichkeit, dass der Betroffene verwarnt und ihm ein Verwarnungsgeld auferlegt wird.